Pressemitteilung

Einjahresfeier des TraumaNetzwerks im Werkraum Schöpflin in Lörrach

Das Traumanetzwerk, das traumatisierte Flüchtlinge im Landkreis Lörrach unterstützt, hat seinen ersten Geburtstag gefeiert. Das Netzwerk, das von einer Projektgruppe um den Arbeitskreis Miteinander, die Freundeskreise Asyl Lörrach und Rheinfelden sowie die Caritas aus der Taufe gehoben wurde, hat binnen eines Jahres 26 geflüchtete Menschen in eine Psychotherapie vermittelt, 13 an eine Beratungsstelle und 6 in eine medizinische Behandlung. Im selben Zeitraum wurden 19 Sprachmittler ausgebildet, die dabei helfen, die Sprachhürde zwischen Flüchtlingen und professionellen Unterstützern zu überbrücken. Ein erfolgreicher Start, wie Netzwerk-Sprecherin Anke Reinbach bei der Geburtstagsfeier im Werkraum Schöpflin meinte.

Laut Reinbach können zu viele geflüchtete Menschen Angebote wie beispielsweise Sprachkurse nicht annehmen. Es geht ihnen schlicht zu schlecht. "Ohne Behandlung und Begleitung ist eine echte Integration für zu viele Menschen nicht möglich", brachte Reinbach es auf den Punkt. Das als Vermittlungsprojekt gestartete Netzwerk verfolge die Vision, einmal ein psychosoziales Zentrum für Geflüchtete zu werden und diesen Menschen niederschwellige wohnortnahe Angebote zu unterbreiten.

Die als Schirmherrin fungierende Landrätin Marion Dammann gratulierte den Aktiven des Traumanetzwerks genauso wie Lörrachs Bürgermeister Michael Wilke. Auf dem Programm standen zudem ein Impulsreferat von Angelika von Loeber (Flüchtlingsrat Baden-Württemberg) und eine Lesung aus Mehrnousch Zaeri-Esfahanis Buch "33 Bogen und ein Teehaus". Vorgetragen wurden die Textstellen von der Gewinnerin des "Lörracher Vorlesewettbewerbs junge Flüchtlinge 2017", der im Mai stattgefunden hatte.

Das musikalische Rahmenprogramm gestalteten das HP Schmitz Quintett (an Keyboard, Schlagzeug, Bass, Geige und Saxofon) und der syrische Musiker Mohammad Ltahir Saman an der Saz, einer Langhalslaute.

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